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Vorsorge-Checklisten

Notfallrucksack, Erste-Hilfe-Set, Wasservorrat und Notration — die Grundausstattung für die ersten 72 Stunden.

Die 72-Stunden-Regel des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist der praktikabelste Ausgangspunkt für die private Vorsorge: Wer sich auf drei Tage ohne Strom, Leitungswasser und funktionierenden Handel einstellt, ist für die allermeisten realistischen Szenarien gut vorbereitet.

Diese Kategorie bündelt die Bausteine, die über die reine Notstromversorgung hinausgehen: Trinkwasser, haltbare Lebensmittel, Erste-Hilfe-Material und ein griffbereiter Notfallrucksack für den Fall, dass Sie die Wohnung kurzfristig verlassen müssen.

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Die Grundcheckliste für 72 Stunden

  • ✓Trinkwasser: mindestens 2 Liter pro Person und Tag, besser 4-5 Liter inkl. Kochen und Hygiene.
  • ✓Notration: haltbare, verzehrfertige Lebensmittel für mindestens 3 Tage pro Person.
  • ✓Erste-Hilfe-Set: vollständiges Set nach DIN 13164 plus persönliche Medikamente.
  • ✓Licht & Kommunikation: Taschenlampe, Radio, ausreichend Batterien (siehe eigene Kategorie).
  • ✓Feuer & Wärme: Feuerstarter, Rettungsdecke, warme Kleidung.
  • ✓Dokumente: Ausweiskopien, wichtige Unterlagen wasserdicht verpackt.

Häufig gestellte Fragen

Woher stammt die 72-Stunden-Empfehlung?
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) empfiehlt Privathaushalten, sich auf 72 Stunden ohne Versorgung durch Strom, Leitungswasser oder Handel einzustellen. Dieser Zeitraum gilt als realistischer Richtwert, bis staatliche Hilfe oder die reguläre Versorgung nach größeren Störungen wieder greift.
Wie viel Trinkwasser sollte ich pro Person bevorraten?
Das BBK empfiehlt mindestens 2 Liter Trinkwasser pro Person und Tag, für 72 Stunden also rund 6 Liter pro Person allein zum Trinken. Rechnet man Kochen und Hygiene hinzu, sind 10-15 Liter pro Person realistischer. Faltbare Wasserkanister sind platzsparend, ein Wasserfilter erhöht die Flexibilität, falls Leitungswasser ausfällt aber Oberflächenwasser verfügbar ist.
Was gehört in einen Notfallrucksack?
Ein guter Notfallrucksack (auch Fluchtrucksack oder BOB-Bag genannt) enthält typischerweise: Erste-Hilfe-Material, eine Lichtquelle, ein batteriebetriebenes Radio, Trinkwasser oder Wasserfilter, haltbare Notration, eine Rettungsdecke, Hygieneartikel und wichtige Dokumente in Kopie. Fertige Sets bieten einen praktischen Einstieg, lassen sich aber immer individuell ergänzen.
Wo sollte ein Notfallordner liegen?
Er sollte trocken, geschützt und für berechtigte Personen schnell auffindbar sein. Ein klar beschrifteter Platz ist hilfreicher als ein besonders versteckter Ort.
Reichen digitale Kopien aus?
Digitale Kopien sind eine sinnvolle Ergänzung, ersetzen wichtige Originale aber nicht automatisch. Prüfen Sie im Zweifel, welche Unterlagen im Original benötigt werden.
Sollte jede Person einen eigenen Notfallrucksack haben?
Praktisch ist ein eigener, tragbarer Rucksack pro erwachsener Person. Gemeinsame Dinge wie Dokumentenkopien oder Familienmedikamente können zusätzlich zentral organisiert werden.